Nutze deine Studierendenvertretung

Studierendenverbände und die Studierendenvertretung können sehr nützliche Partner sein – sie haben Zugang zu viel mehr Ressourcen und Menschen, als deine Gruppe allein ihn hat.

Wichtigste Tipps

  • Bekommt Eure Studi-Vertretung dazu, selbst ethisch verantwortlich zu handeln!
  • Findet heraus, was euer Verband anbietet und wie er arbeitet – das kann euer Campaigning sehr stärken.

 

Ressourcen

Was Studierendenvertretungen den Gruppen bieten und was man mitbringen muss, um bei ihnen mitzumachen, unterscheidet sich sehr. Aber ein paar Dinge, die solche Verbände oft bieten, sind:

  • Kostengünstige oder freie Geräte und Räume für Treffen, Computerarbeit, Drucken, Fotokopieren und Faxen.
  • Zuwendungen
  • Verleih von Minibussen
  • Training darin, wie man einen Verein führt, Medienarbeit macht, einen Haushalt aufstellt etc.
  • Werbung über Messen für neue Studierende, Handbücher und die Website des Verbandes.

Um Zugang zu einigen dieser Ressourcen zu bekommen, kann es nötig sein, sich als ein Verein zu registrieren oder einen Antrag einzureichen. Um sich zu registrieren, braucht man eine Satzung, was nicht so schlimm ist, wie es klingt. Schaut euch auf der Website des Verbands um und bittet ihn um eine Vorlage.

 

Unterstützung und aktive Kampagnenarbeit

Euren Studierendenverband zur Unterstützung einer Kampagne zu gewinnen, kann diese sehr fördern. Euer Verband kann:

  • Einen Beschluss fassen, Eure Kampagne zu unterstützen. Es gibt mehr Informationen dazu, wie man das macht, auf der Seite „Partner gewinnen“. Neben nomineller Unterstützung könnte es sein, dass ihr finanzielle Ressourcen oder Sachmittel bekommt oder sogar Unterstützung durch Sprecher*innen des Verbands.
  • Unterstützungsbriefe schreiben. Ein Brief von (oder zumindest unterzeichnet von) der/dem Vorsitzenden des Verbands hat das Gewicht der vielen tausend Studierenden an eurer Uni.
  • Die Universität beeinflussen. Die meisten Vorsitzenden haben regelmäßige Treffen mit der/dem Vizekanzler*in eurer Uni, während andere Hauptamtliche Kontakt mit anderen Angestellten haben könnten. Diese besondere Beziehung bedeutet, dass sie in einer sehr guten Position sind, die Universität, besonders die/den Vizekanzler*in, zu überzeugen, zu handeln. Wenn ihr eure Uni beeinflussen wollt, bringt sie dazu, das mit euch oder für euch zu tun.
  • Aktiver werden. Wenn ihr die Hauptamtlichen des Verbands für eure Kampagne begeistern könnt, dann könnten sie sogar noch mehr tun. Sie könnten
    • Euch helfen, einen Artikel mit Zitaten in die Studierendenzeitung (oder sogar lokale Zeitungen) zu bringen.
    • Ressourcen für die Organisation eines lokalen Protestes zur Verfügung stellen.
    • die Kampagne in ihren Publikationen und auf ihrer Website bekannt machen.
    • Infostände durchführen.

 

Praktisches

Falls es bei eurer Kampagne um die Universität geht (z.B. Fairtrade oder Go Green), dann ist euer Verband vermutlich in der Lage, selbst aktiv zu werden. Das wird euch nicht nur helfen, die Studierenden zu erreichen, sondern dadurch, dass der Verband mit gutem Beispiel voran geht, setzt er ein Beispiel für die Universität und die Studierenden. Zum Beispiel, indem er:

  • Fairtrade Ware für seine Läden und Cafés einkauft.
  • Sein Bankkonto zu einer ethischen Bank verlagert, z.B. der GLS-Bank oder der Ethikbank.
  • Grünen Strom und Recycling-Papier verwendet.
  • Eine Politik ethischen Sponsorings beschließt.

Ihr könnt Widerstand oder Diskussionen innerhalb des Verbands für eure Öffentlichkeitsarbeit nutzen – dann wird eure Kampagne über die eigenen Kanäle des Verbands verbreitet!


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