Rückblick mithilfe eines Aktivitäten-Zeitstrahls

Das Ziel dieser Aktivität ist einfach: Menschen dazu bringen, einen Zeitstrahl darüber zu erstellen, was sie z. B. in den letzten sechs Monaten gemacht haben. Du ermutigst sie zur Reflexion in Kleingruppen, damit du einen breit gefächerten Input und mehr Möglichkeiten zur Partizipation erhältst. Außerdem ist die Arbeit in Kleingruppen eine weitere Methode, um die Teilnehmer*innen zur Zusammenarbeit zu motivieren. Insbesondere wenn du sie ermutigst, in Gruppen mit Leuten zu arbeiten, die sie nicht so gut kennen oder mit denen sie nicht so oft arbeiten.

Dauer: 35 minuten Gruppengröße: 5-40 menschen

Schritt 1: Moderiere die Erstellung eines Aktivitäten-Zeitstrahls

Beginne damit, die Teilnehmer*innen in Kleingruppen mit fünf oder weniger Personen einzuteilen (die sie weniger gut kennen).

Bring einen Zeitstrahl an die Wand an (oder hänge ihn im Vorfeld auf), beginnend mit „Vor sechs Monaten“ und endend mit „Jetzt“.

Sage den Teilnehmer*innen: „Ich möchte, dass ihr an die unterschiedlichen Tätigkeiten denkt, die ihr zum Klimawandel erledigt habt. Welche wichtigen Aktivitäten oder Ereignisse sind in den letzten sechs Monaten passiert?“ (Falls deine Gruppe ungewöhnlich viel zu tun hatte, verkürze den Zeitraum.)

Erkläre weiter: „Das Ziel ist nicht, jedes Detail zu erfassen. Es geht vielmehr darum, einen guten Eindruck über Schlüsselmomenten zu bekommen, sodass die Gruppe den Fluss der Arbeit erkennen kann. Wenn ihr fertig seid, klebt die Aktivitäten unter den Zeitstrahl, damit wir unseren Gesamtarbeitsfluss sehen können.“

Lasse die Teilnehmer*innen jede Aktivität auf einen eigenen Zettel schreiben, der entlang des Zeitstrahls aufgehängt werden kann. Nutzt dafür:

  • kleine Zettel und Klebeband, oder
  • Klebezettel, oder
  • eine Flipchart vor der Wand, auf die die Teilnehmenden mit Markern schreiben.

Gib den Teilnehmer*innen nicht mehr als zehn Minuten für diese Aufgabe. Je mehr Zeit du ihnen gibst, desto mehr wird ihnen einfallen und desto länger dauert die Auswertung. Viele Gruppen können dies ohne große Eile in ca. sieben Minuten erledigen.

 

Schritt 2. Reflektiert sofort, wie sich diese Übung angefühlt hat

Frage: „Wenn ihr euch diesen Zeitstrahl anschaut, was empfindet ihr?“ Halte Ausschau nach irgendwelchen überraschenden Gefühlen. Die Teilnehmenden bemerken vielleicht, dass sie mehr – oder weniger – gearbeitet haben, als sie dachten. Oder dass sie planloser waren oder doch mehr erreicht haben, als sie gedacht hätten. Für manche Menschen, die ständig in Bewegung sind, kann es gut sein, zu sehen, dass sie in der Tat viel getan haben. („Ach so, deshalb bin ich so müde!“)

 

Schritt 3. Suche nach Lehren für die Gruppe

Hilf den Teilnehmenden im nächsten Schritt, strategische Lehren oder Erkenntnisse zu formulieren, die sich aus der Liste ergeben. Dies funktioniert oft am besten in Kleingruppen. Bitte die Gruppen, über Folgendes nachzudenken:

  • Was ist gut an unserer Arbeit?
  • Wie arbeiten wir am effektivsten?
  • Welche Verhaltensmuster sind nicht so nützlich?

Fertige nach der Reflexion in den Kleingruppen in einer Diskussion mit der Gesamtgruppe eine Liste der gewonnenen Erkenntnisse an, sodass alle vom Gelernten profitieren.

 

Schritt 4. Anwendung

Diese Aktivität ist ein sehr guter Anfangspunkt für eine Sitzung zum Thema Gruppenplanung. Zum Beispiel könnte aus dem Gespräch eine Liste von Aspekten entstehen, die die Gruppe in Zukunft anders machen möchte – ein perfekter Einstieg vor einem Brainstorming zu neuen Taktiken.

Nach zusätzlichem Brainstorming bzw. der Entwicklung von Fähigkeiten kannst du die Zeitstrahlmethode nutzen, um zukünftige Aktionen zu planen. Die Teilnehmenden können bevorstehende Aktionen hinzufügen – zentrale Aktionen, Veranstaltungen, bekannte, wichtige politische Termine, die dann am rechten Ende des Zeitstrahls (Zukunft) aufgehängt werden.


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